Jeder Zweite von Datenverlust betroffen - Hinweise für eine Backup Strategie

Backup - Datensicherung für KMUAnlässlich des "World Backup Day", der am 31.03.2018 stattfand, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einer repräsentativen Umfrage untersucht, wie hoch der Anteil derjenigen Unternehmen ist, die bereits von einem Datenverlust betroffen waren. Mehr als jeder zweite Anwender (53 %) gab an, schon einmal digitale Daten verloren zu haben. Ob ein solches Ereignis einen großen Schaden nach sich zieht oder nicht, hängt entscheidend davon ab, ob das Unternehmen eine funktionierende Datensicherung hat.

Die o. g. Zahl zeigt also mehr als deutlich, dass sowohl Unternehmen als auch Privatanwender sehr gut beraten sind, sich rechtzeitig über eine geeignete Datensicherungsstrategie Gedanken zu machen und diese auch konsequent umzusetzen. Die Gefahren für einen Datenverlust sind vielfältig: nicht nur Viren, Würmer oder weitere Schadsoftware können unternehmenskritische Daten vernichten, mindestens genauso hoch ist das Risiko von Hard- und Softwareausfällen durch Fehlbedienungen, versehentliches Löschen, Festplatten-Crash, Feuer, Diebstahl u. v. m.. In Ihre Datensicherungsstrategie sollten Sie folgende Fragen einbeziehen:

 

  • Welche Daten sollen gesichert werden?
  • In welchem Zeitintervall sollen Daten gesichert werden?
  • Auf welchem Medium sollen die Daten gesichert werden?
  • Wo sollen die Sicherungsmedien aufbewahrt werden?

Welche Daten sollen gesichert werden?

Sie sollten alle Daten sichern, die für den reibungslosen Betrieb des Unternehmens eine hohe Relevanz haben. Hierzu zählen unter anderem Word-Dateien, Excel-Listen, Finanzdaten, Kundendaten, Konstruktions- und Produktionsdaten, E-Mails, Artikeldaten, Auftragsdaten, Lagerdaten u.v.m.. In einem ersten Schritt sollte eine Liste der relevanten Daten inkl. der entsprechenden Speicherorte erstellt werden.

 


In welchem Zeitintervall sollen Daten gesichert werden?

Wie häufig die Daten gesichert werden, hängt sicherlich auf der einen Seite von der Änderungshäufigkeit und dem Volumen der Daten und auf der anderen Seite von der Risikobereitschaft ab. Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass eine tägliche Sicherung zu empfehlen ist.



Auf welchem Medium sollen die Daten gesichert werden?

Für die Durchführung eines Backup gibt es vielfältige Lösungen. Spezielle Backup Software hilft uns dabei, entsprechende Sicherungskonzepte umzusetzen. Da es sich in der Regel um große Datenbestände handelt, deren Backup viel Zeit in Anspruch nimmt, vergleicht die Software, welche Daten bereits unverändert auf dem Sicherungsmedium gespeichert sind und sichert nur die geänderten oder neu hinzugekommenen Daten.

Kommen wir nun zur eigentlichen  Datensicherung. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten die Datensicherheit zu verbessern. Sei es durch Maßnahmen oder die richtige Hardware.

Grundsätzlich sind alle Medien geeignet, auf denen sich Daten speichern lassen. Zu beachten ist jedoch, wie groß die zu speichernde Datenmenge und wie "haltbar" das Medium ist. Als Speichermedien kommen externe Festplatten, NAS-Laufwerke, Bandlaufwerke etc. in Frage. Es ist wichtig in regelmäßigen Abständen die Daten auf dem Datenträger zu prüfen. Außerdem ist die Lagerung des Backups an einem sicheren Ort unbedingt zu empfehlen.

Im Zuge immer besser werdender Internetverbindungen besteht neben der "Sicherung vor Ort" auch die Möglichkeit der Nutzung von speziellen Backup-Diensten in der Cloud. Hierbei werden die Daten - in der Regel nachts - über eine gesicherte und verschlüsselte Datenleitung auf den Cloud-Server geladen. Hierfür muss ein Cloud-Dienst ausgewählt werden, der die von Ihnen geforderten Sicherheitsstandards erfüllt. Die Vorteile bei der Online-Sicherung liegen auf der Hand: das Backup lagert unabhängig von den eigentlichen Daten.



Organisatorische Maßnahmen

Neben den rein technischen Maßnahmen ist es wichtig, dass in jedem Unternehmen eine Person bestimmt wird, die für die Durchführung der Datensicherung verantwortlich ist. Für den Fall, dass der Verantwortliche mal nicht zur Verfügung steht, ist unbedingt ein Vertreter zu benennen.



IT Sicherheitsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen Mittelstand 40 Agentur ProzesseDie Mittelstand 4.0 Agentur 'Prozesse' beleuchtet in ihrem Leitfaden "IT-Sicherheitsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen" auf den Seiten 4 - 6 das Thema Datensicherung.

Leitfaden "IT-Sicherheitsmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen" - externer Link

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